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Das bin ich
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Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.” 

Pablo Picasso 

Ich habe einen Teil meiner Kindheit auf dem Dorf verbracht, bevor ich mit meiner Mutter in die Stadt zog. Im Alter von 9 Jahren endete damit der schönste Teil meiner Kindheit. Ja, ich liebte schon als Kind das Malen und die Natur. Schon in der Schulzeit waren der Kunstunterricht und Aufsätze schreiben meine großen Leidenschaften. In meiner Familien-Phase fehlte mir leider die Zeit und Ruhe für meine Leidenschaften. Vor einigen Jahren, als 2 meiner Schwestern an Krebs erkrankten, begann ich meine Gefühle in Form von Gedichten von der Seele zu schreiben. Als 2010 eine meiner Schwestern den Kampf gegen den Krebs verlor, brach für mich die Welt zusammen. 2011 bekam ich selbst die Diagnose Krebs. Somit rutschte ich, bei dem Thema Krebserkrankung, von der Angehörigen in die Betroffenen-Gruppe. Weitere Schmerzen, Ängste und Sorgen hinterließen ihre Spuren auf Körper und Seele. Dennoch hatte die bisher schlimmste Phase meines Lebens etwas gutes mit sich gebracht. Ich lernte dadurch viele Dinge, die mir bis dahin als Selbstverständlich galten, wieder zu schätzen. Seit dem nehme ich meine Umwelt und vor allem die Natur wieder viel intensiver wahr. Da ich noch nie der große Redner war und immer noch nicht bin, versuche ich über meine kreative Ader, meine Gefühle, Eindrücke und Ansichten in Form von Zeichnungen, Acrylbilder, Gedichte und Geschichten auszudrücken.

Ich werde manchmal gefragt, "warum malst und schreibst du, was bringt dir das?"

Nun, für mich ist das malen, zeichnen und schreiben, Ventil, Therapie und Glücksgefühl.

Wenn ich Pinsel oder Stift in die Hand nehme, schicke ich meine Seele und Gefühle auf eine Reise in der sie meine Eindrücke und Ansichten skizzieren und dokumentieren. Wenn ein Bild, Gedicht oder eine Geschichte fertig ist, (wobei es das für mich irgendwie nie so ist), oder besser, beendet ist, frage ich mich schon manchmal, "Ist das Kunst, oder kann das weg?". 

Es heißt ja immer, "Kunst liegt im Auge des Betrachters". Auf den ersten Blick denke ich bei manchen Werken, "das kann weg", aber wenn ich es mir genauer anschaue und meiner Seele und den Gefühlen freien Lauf lasse, sehe und spüre ich so vieles mehr in den Bildern, dass ich am Ende da stehe und mir sage, "ja, das hat was". Es gibt zB. schöne Bilder, mit Blumen, Bergen oder Seen. Interessante Bilder mit Formen und schönen Farbspielen. Aber die schönsten Bilder sind die, die mich faszinieren, wie zB. die Bilder von Viggo Mortensen. Seine Bilder sind Aussagekräftig, regen die Fantasie an und fordern zum Nachdenken auf. Ja, Bilder in denen ich jeden Tag etwas anderes sehe und entdecke, je nach Gefühls und Gemütsverfassung, finde ich Faszinierend.

Ja, ich male und schreibe, um den Menschen etwas mitzuteilen, sie zum Nachdenken anregen will, sie ein Stück aus ihrer Oberflächlichkeit herausholen will, aber vor allem, ihnen eine Freude machen will. Ich gehöre nicht zu den besten Künstlern, aber auch nicht zu den schlechtesten. Wenn ich aber, in einer Welt voller Materiellen Werten, Oberflächlichkeit und Ignoranz, mindestens 2 von 10 Menschen, mit meinen Werken eine Freude machen kann, ist das in der heutigen Zeit schon eine Kunst für sich. Wenn diese Menschen ihre Wände, mit meinen Werken schmücken, kann ich zwar nicht von leben, aber es ist ein großes Lob und Lohn für Herz und Seele.

Ich hoffe, ich kann noch viele Menschen mit meiner Kunst glücklich machen.

Eure ManJag

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